Vom Tuten und Quaken
Das Bienenvolk ist in Schwarmstimmung. Die alte Königin hat mehrere Weiselzellen bestiftet. „3-5-8 die Königin ist gemacht“, lautet ein Imkersprichwort. Drei Tage Ei, fünf Tage Larve, dann wird verdeckelt und nach weiteren acht Tagen sind die neuen Königinnen schlupfreif. Der erste Schwarm ist nun mit der Altkönigin ausgezogen. Das war der Vorschwarm. Man nennt ihn auch Primärschwarm.
Nun schlüpft die erste Nachfolgerin. Sie drückt ihren Thorax auf eine Wabe und erzeugt mit ihren Flugmuskeln eine Vibration, die als Tuten zu hören ist. Da Bienen keinen Luftschall (hören) warnehmen können sondern nur Körperschall, nehmen alle anderen Bienen des Stocks dieses Tuten als Vibration mit ihren Beinen war. Schon nach kurzer Zeit meldet sich die nächste Prinzessin in ihrer noch verdeckelten Weiselzelle mit einem Quaken.
Für die bereits geschlüpfte Jungkönigin ist das Quaken ein Signal dafür, dass es eine Konkurrentin gibt. Genügen die im Stock gebliebenen Restbienen für einen zweiten Schwarm, dann zieht die geschlüpfte Jungkönig ebenfalls aus. Es kommt zu einem Nachschwarm. Bis dieser Nachschwarm den Stock verlässt, hindern die Arbeiterinnen die sich in den Weiselzellen befindenden Prinzessinnen am Schlüpfen.
Reicht die Volksstärke nicht für einen weiteren Schwarm, dann wird das Volk die noch nicht geschlüpften Prinzessinnen nicht schützen. Nach dem Quaken wird die geschlüpfte Jungkönigin die Weiselzellen suchen und ihre Konkurrentinnen durch einen Stich töten.
Hörprobe Tuten:
Hörprobe Quaken:
Quelle: https://cbrell.de/blog/tuten-und-quaken-bienenkoenigin-und-prinzessin-kommunizieren/

